Silbermünzbarren: Alternative für deutsche Anleger

Attraktive Anlagewerte dank günstiger Differenzbesteuerung

Bis Ende 2013 galten Silbermünzen für deutsche Anleger noch als lukrative Kapitalanlage, da ihr Kauf im eigenen Land zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent möglich war. Dadurch konnten insbesondere Einsteiger deutlich mehr des weissen Edelmetalls für ihr Geld erhalten. Mit Einführung der ab Januar 2014 geltenden Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent brach dieser Vorteil weg – fortan wurden Münzen in gleicher Höhe wie normale Silberbarren versteuert. Händler und Investoren befürchteten daher einen Verkaufsrückgang um mehr als 70 Prozent. Eine echte Alternative stellen bis heute Silbermünzbarren mit Nennwert dar, die mit der attraktiven Differenzbesteuerung erworben werden können.

Die Anlagemünze in Barrenform

Der erste Silber-Münzbarren erschien bereits 2007 auf dem internationalen Edelmetallmarkt. So entstand der Cook Islands Dollar, ein Münzbarren, der seither als offizielles Zahlungsmittel auf den Südseeinseln der Cook Islands im Pazifik gilt. Gemeinsam mit anderen Ausgaben, wie dem Andorra Münzbarren, ist er begehrtes Anlagesilber für Investoren.

Münzbarren besitzen die klassische Form eines gestempelten Silberbarrens. Sie bestechen jedoch nicht nur durch ihre wesentlich attraktivere Optik, sondern aufgrund der hochwertig aufgeprägten Münze. Dank integriertem Nennwert werden sie in ihrem Ausgabeland steuerlich als Silbermünzen behandelt. Darüber hinaus sind sie kompakt und bieten gute Lagermöglichkeiten. Beliebte Grössen sind Silbermünzbarren zu 5 kg, 100 oz, 1 kg oder 100 g. Herausgegeben werden sie meist als Agenturausgaben deutscher oder europäischer Hersteller.

Hergestellt werden die Münzbarren aus Silbergranulat von hoher Feinheit. Bei der Fertigung kommen zwei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Unterschieden werden zwischen geprägten Barrenformen mit einem Gewicht von maximal 100 Gramm und gegossenen Barren, die bis 15 Kilogramm wiegen können. Je grösser die Barren, desto kostengünstiger können sie produziert werden. Zumeist wird das Feinsilber vor der Auslieferung einzeln eingeschweisst, damit sie ihr elegantes Erscheinungsbild behalten und vor Kratzern geschützt sind.

Bekannte international gehandelte Silbermünzbarren:

Name des Silbermünzbarrens Feinheit Ausgabeland
ANDORRA / EAGLE 999.0/1000 Andorra
COOK ISLANDS 999.0/1000 Cook Inseln
DRAGON RECTANGULAR 999.9/1000 Australien
EULE VON ATHEN 999.0/1000 Niue
FIJI ARGOR HERAEUS 999.9/1000 Fidschi Inseln
RUANDA 999.0/1000 Ruanda

 

Zauberwort „Differenzbesteuerung“

Während Gold überwiegend unbesteuert bleibt, müssen deutsche Anleger ihr silbernes Edelmetall mit 19 Prozent Mehrwertsteuer im eignen Land einkaufen. Anders verhält es sich, wenn ein Händler aus einem Land, das nicht der Europäischen Union (EU) angehört, Silbermünzen kauft. Beim Import von ausserhalb der EU gilt ein Steuersatz von 7 Prozentpunkten.

Ein Beispiel aus der heute gängigen Praxis: Ein Edelmetallhändler bezieht seine Ware aus dem Nicht-EU-Ausland mit einer Einfuhrumsatzsteuer von 7 Prozent. Anders als sonst lässt er sich jedoch die Vorsteuer nicht erstatten, sondern rechnet diese im Rahmen der Differenzbesteuerung (nach Paragraf 25 des deutschen Umsatzsteuergesetzes, UStG) seinem Einkaufspreis hinzu. Verkauft er später seine Ware, erhebt er die Mehrwertsteuer von 19 Prozent nicht auf den Nettoverkaufspreis, sondern nur auf die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Private Anleger kaufen daher ihr Silber nicht für 12 Prozentpunkte mehr als früher, sondern zahlen in der Regel weniger als ein Prozent mehr als bis 2013 – was durch die geringen Handelsmargen bei Edelmetallen ermöglicht wird.

Silber ohne MwSt. in der Schweiz lagern

Wer noch mehr sparen möchte, kann seine Silbermünzen oder Silberbarren vollständig mehrwertsteuerfrei erwerben und lagern. Möglich machen dies sogenannte Zollfreilager in der Schweiz. Dabei können private wie geschäftliche Anleger ihre weissen Edelmetalle über einen Schweizer Händler, wie zum Beispiel Echtgeld AG kaufen, der die Ware direkt in das Zollfreilager liefert. Diese Form der Edelmetallanlage empfiehlt sich insbesondere für Investoren, welche die Ware nicht selbst einlagern möchten. Kapitalanleger können dabei auf die sicheren und konstanten politischen Verhältnisse des Schweizer Landes vertrauen, sowie auf die uneingeschränkte Wahrung des Eigentumsrechts.

-> Erfahren Sie mehr über den mehrwertsteuerfreien Erwerb von Silber über offene Zolllager und Zollfreilager in der Schweiz und in Liechtenstein.

Die Besonderheiten von Silbermünzbarren in der Zusammenfassung

  • Silbermünzen konnten bis Ende 2013 zu einem Steuersatz von 7 % erworben werden. Seit 2014 gilt der in Deutschland übliche Regelsteuersatz von 19 % MwSt.
  • Für private und geschäftliche Investoren sind Silbermünzbarren eine echte Alternative im Silberkauf.
  • Sie verfügen über eine integrierte Münze mit aufgeprägtem Nennwert und sind gültiges Zahlungsmittel.
  • Durch Einkauf aus Nicht-EU-Ländern und mittels Differenzbesteuerung (nach §25 UStG) lässt sich die hohe Umsatzsteuer von 19 % legal umgehen und auf rund 7 % reduzieren.
  • Silber kann in der Schweiz und in Liechtenstein mehrwertsteuerfrei gekauft und gelagert werden.

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